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Globale Luftströmungen sind aus dem Takt

Wetterextreme 5Für eine Reihe von regionalen Wetter-Extremen mit zahlreichen Opfern und Milliardenschäden der letzten Jahre wird immer häufiger der Klimawandel verantwortlich gemacht. Aussagekräftige Indizien dafür haben nun Forscher entdeckt. Die Wissenschafter konnten hinter den verheerenden Einzelereignissen eine gemeinsame physikalische Ursache erkennen: die großräumigen Luftströmungen in der Erdatmosphäre sind aus dem Takt geraten.

Den Forschungsergebnissen zufolge gibt es Belege dafür, dass die ungleichmäßige Erwärmung von verschiedenen Teilen der Erdoberfläche große wellenförmige Luftbewegungen auf der Nordhalbkugel zeitweise zum Stillstand bringt und so Hitzewellen wie in den USA 2011 oder Russland 2010 mitauslöst.

Die Forscher haben nun entdeckt, dass während mehrerer Wetter-Extreme in den vergangenen Jahren diese planetarischen Wellen gleichsam eingefroren waren, so blieben sie wochenlang fast unverändert. Anstatt dass sie für kühle Luft sorgten, nachdem sie zuvor warme Luft gebracht hatten, bleib die Wärme einfach. Wenn diese statt zwei oder drei Tage nun zwanzig Tage bleiben, führe das zu ausgedehnten Hitzeperioden mit großen Waldbränden, Missernten und vermehrten Todesfällen in Großstädten.

Nach Angaben der Experten bewegen sich die Luftströmungen normalerweise in einer Art Wellenmuster um den gesamten Planeten, wobei sie zwischen den Tropen und der Arktis hin- und herpendeln. Wie ein gigantisches Förderband transportieren sie also abwechselnd warme Luft aus der Äquatorzone sowie kältere Luft aus der Arktis in die gemäßigten Breiten, wo sich beide mischen.

Ins Ungleichgewicht gerät dieses System demnach, weil sich die verschiedenen Gebiete der Erde durch den Klimawandel unterschiedlich erwärmen. So heizt sich die Arktis besonders stark auf, während sich etwa Landmassen zugleich stärker erwärmen als die Ozeane. Diese Differenzen führten zu dem unnatürlichen Muster in den Luftbewegungen. Die Atmosphären- Wellen erstarrten.

Die Forscher weisen allerdings darauf hin, dass die von ihnen entdeckten physikalischen Prozesse nicht die alleinige Ursache einer zuletzt stark gestiegenen Zahl von extremen Wetterereignissen seien. Selbstverständlich spielen weitere Faktoren eine Rolle, einschließlich natürlicher Schwankungen.

Die Experten sind nach eigenen Angaben trotzdem überzeugt, einen Durchbruch bei der Suche nach den Ursachen für die überraschend starke Zunahme von Extremwetterereignissen gefunden zu haben. Denn diese könnten allein durch globale Temperaturerhöhungen nicht befriedigend erklärt werden. Störungen der Wellenmuster aber wären ein verstärkender Resonanz-Mechanismus, der die Klima-Anomalien zusammen mit anderen Faktoren durchaus erklären könnte. Den Forschungsergebnissen zufolge gibt es Belege dafür, dass die ungleichmäßige Erwärmung von verschiedenen Teilen der Erdoberfläche große wellenförmige Luftbewegungen auf der Nordhalbkugel zeitweise zum Stillstand bringt und so Hitzewellen wie in den USA 2011 oder Russland 2010 mit auslöst.

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