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You Are Here: Home » Allgemein, Der Klimawandel » Das Eis am Nordpol schwindet

eisbär ohne eisKein anderer Lebensraum auf der Erde verändert sich so schnell und so grundlegend wie die Arktis. Die Temperaturen steigen doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt, der sonst dauerhaft vereiste Permafrost- Boden taut, Gletscher und Meereis schrumpft seit Jahren deutlich und Anrainerstaaten und Ölkonzerne streiten sich um die Ressourcen, die mit dem Eisschwund nun zugänglich werden. Doch die Abgelegenheit der hohen Breiten bedeutet nicht, dass die Arktis als abstraktes Beobachtungsobjekt bloß den Treibhauseffekt spiegelt. Sie nimmt grundlegend Einfluss auf das globale Klima und Wettergeschehen und über das Leben und die Folgen der Erderwärmung in der Arktis wurde zu wenig geforscht.

Vier Jahre ist es her, dass die Fläche des Meereis in der Arktis ihr historisches Minimum erreicht hat, Das Eis bedeckt seither nur noch 4,3 Millionen Quadratkilometer. Aktuelle Satellitendaten zeigen, dass sich die Größe dieser Fläche nicht bedeutend ändert. Dennoch schrumpft das Eis weiter und zwar vertikal. Nach Messungen wird das arktische Eis derzeit von jungen, 90 Zentimeter dicken Schollen bedeckt.

Nur noch an wenigen Stellen findet man zwei bis fünf Meter dickes Eis vor. Es hat eine andere Morphologie als dünnes Eis. Mehrjähriges Eis läst am wenigsten Licht durch, weil es auf der Oberfläche weniger Pfützen hat.

Sollte sich dieser Trend weiter fortsetzten, zwischen vollständigem Abschmelzen des Eises im Sommer und nur neu Eisbildung im Winter, wird immer mehr Licht in die oberen Schichten des Arktischen Ozeans dringen und diesen stärker erwärmen. Was nun folgt ist eine Begünstigung der Algenbildung, die Grundlade arktischen Lebens. Denn Algen benötigen Licht für ihre Photosynthese.

Erwarte wird auch ein größere Nährstoffzufuhr von Flüssen und Küstenerosion, wegen des tauenden Permafrost. Zweifellos ergeben sich erhebliche Unterschiede im Nährstoffreichtum der verschiedenen Regionen. Ein Gewinner des Klimawandels könnte das Phytoplnkton sein. Mit dem vermehrten Planktonbildung profitieren auch all jene Lebewesen, die sich von ihm ernähren, wie das Zooplankton, also winzige Krebse und Miniquallen, die Fische und Seevögel als Futter dienen.

Verlierer werden jene, die ihr Leben ans Eis angepasst haben. Also Eisbären und Robben, die ihre jungen auf den Eisschollen gebären.

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