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grönland10Dass das grönländische Eisschild an Masse verliert, ist mittlerweile unbestritten. Rund 0,7 Millimeter trägt das Abschmelzen pro Jahr zur aktuell beobachteten Meeresspiegeländerung von rund 3 Millimeter pro Jahr bei. Dieser Trend steigert sich jährlich um weitere 0,07 Millimeter pro Jahr.

Die Untersuchungen wurde durch einen neuen Vergleich dreier unterschiedlicher Arten von Satellitenbeobachtungen ermöglicht: die Messung der Änderung der Erdanziehungskraft durch die Eismassenänderung mit dem Satelliten; die Vermessung der Höhenänderung mit dem Laseraltimeter und die Bestimmung der Differenz zwischen Akkumulation aus regionalen Atmosphärenmodellen und dem Gletscherausstoß, wie er mit Radardaten gemessen wird.

Die Forscher konnten auch erstmals für jede Region mit bisher nicht erreichter Genauigkeit bestimmen, welchen Anteil Schmelzen, Eisbergkalben und Schwankungen im Niederschlag am gegenwärtigen Massenverlust haben. So ist eine Zunahme des Massenverlusts im Nordwesten nach 2005 zum Teil auf starke Niederschläge in der Zeit davor zurückzuführen. Dieser vorherige Massenzuwachs wurde in den folgenden Jahren abgebaut. Ähnlich verhält es sich im Osten Grönlands: dort wurde in den Jahren 2008 und 2009 sogar ein Massenzuwachs beobachtet.

Wie die Forscher aufzeigen konnten, wurde dieser nicht durch langsamer fließende Gletscher bedingt, sondern durch zwei Winter mit besonders starkem Schneefall. Inzwischen setzt sich auch hier der Verlust von Eismasse fort. Für alle untersuchten Regionen sind die Schmelz- und Kalbungsraten zwischen 2002 und 2011 außergewöhnlich hoch im Vergleich zu denen der letzten fünf Jahrzehnte.


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