Subscribe:Posts Comments

kill-co2.de

Der Raubau an der Natur

tzzt Im Falle des Klimawandels ist die Umwelt im weitesten Sinne nicht mehr in der Lage, die zusätzliche Anreicherung mit Treibhausgasen zu kompensieren. Unablässig wächst die Weltbevölkerung, es wächst der Bedarf an Nahrungsmittel, an Rohstoffen, Energiequellen und Lebensraum für die Menschheit. Wo die Grundbedürfnisse gedeckt sind wird Wachstum aufrechterhalten, indem ständig neue Bedürfnisse entstehen. Was Ausdruck einer modernen Zivilisation ist (Globalisierung), trägt letztlich zum Kollaps unser aller Natur bei.

tzzt Das Ergebnis dieser Entwicklung, das allein sich nach der Höhe des Bruttosozialprodukts orientiert, ist der exorbitante Schwund an der Natur. Es schwinden jene Energiequellen, die allesamt einmal lebende Materie waren, weil Kohle, Öl und Erdgas aus Pflanzen entstanden sind, also letztlich der kraft der Sonne zu verdanken sind.

Es schwinden die Naturräume, die als Wasser- und Kohlenstoffspeicher unentbehrlich sind, sowie die pflanzen und Tiere, denen genetische Ausstattung noch weitgehend unerforscht ist, auch in ihren Nutzen für die Menschheit. Es schwindet mit der Verengung aufimmer weniger Getreidesorten eine Vielzahl, die zu bewahren bitter nötig wäre. Denn die alten Sorten bringen zwar geringeren Ertrag, widerstehen aber möglicherweise besser neuen Schädlingen und dem sich verändernden Klima; ihr Überleben in den Samenbanken ist kein Ersatz für die stetige Anpassung an natürliche Bedingungen. Es schwindet auch fruchtbarer Boden, ausgelaugt durch intensive Landwirtschaft, angewiesen auf dauerhafte Nährstoffzufuhr und zugedeckt von Siedlungen und Verkehrswegen aller Art.

tzzt Die Artenvielfalt zu erhalten, ist unmöglich angesichts einer Weltbevölkerung, die sich in den nächsten 40 Jahren verdoppelt hat und nach Schätzungen des UN- Büro bis 2050 auf mehr alsneun Milliarden anwachsen wird. Es kann bestenfalls gelingen, den Schwund abzubremsen um Schlimmeres zu verhindern. Auch das ist eine Parallele zum Klimaschutz, weil sich die Erderwärmung nicht mehr verhindern, sondern nur noch begrenzen läst. 

Die These, der Natur komme, per se ein Existenzrecht zu, ist ein höchst respektabler
philosophischer Ansatz, überzeugt aber nirgendwo eine Mehrheit. Wie viel Vielfalt an
Tieren und Pflanzen der Mensch braucht, ist dagegen schwerlich zu qualifizieren.

Die Erderwärmung, so weit sie durch menschliches Zutun bedingt, ist, leider nur
langfristig, aber immerhin mit Verzögerungseffekten reparabel so scheint es.
Was für gefährdete Arten nicht zutrifft: Was weg ist, fehlt für immer und ewig.

tzzt Weder ein stabiles Klima noch der biologische Reichtum der Erde lassen sich aber dauerhaft sichern ohne die Veränderung von Lebensweisen und Wohlstandsmodellen. Das Dogma, der technische Fortschritt habe quasi einen Selbstreinigungsmechanismus und trage neben seinen Risiken automatisch auch die Fähigkeit zur Beherrschung dieser Risiken in sich, dieses Dogma ist nachhaltig erschüttert. Das Umdenken fällt trotzdem schwer.

 Wie von der Erbsünde geschlagen macht die Menschheit immer wieder dieselben Fehler.

Wer von Brasilen verlangt, die Lunge des Planeten, den Regenwald, zu bewahren, der
sollte wenigstens imstande sein, die letzten heimischen Buchenwälder zu schützen.
Wir alle tragen eine Verantwortung, künftigen Generationen dieselben Chancen auf
eine halbwegs unversehrte Umwelt zu garantieren.

So viel zur Glaubwürdigkeit von Politik und Wirtschaft.

Kill-CO² ist das Projekt für die Ewigkeit!


© 2008 kill-co2.de · Subscribe:PostsComments · Powered by WordPress