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jet-streams20Erst war es lange heiß, worauf dann einen längere Kältewelle folgt. Warum das in den letzten Jahren verstärkt auftritt! Wissenschaftler erklären die Ursache. Der Rückgang von Sommerstürmen in Europa hat in den vergangenen Jahrzehnten die Entstehung von Hitzewellen begünstigt, kühle und feuchte Luft, die schnell vom Meer heranströmt, konnte nicht mehr so oft wie bisher die hohe Temperaturen beenden. Diese Veränderungen hängen letztlich mit dem Klimawandel zusammen.

Verantwortlich dafür ist eine lange Ursachen-kette: Die Erwärmung macht sich besonders in der Arktis bemerkbar, wo im Sommer das Eis viel stärker ab schmilzt. Damit werden die Temperaturgegensätze zu gemäßigten Breiten geringer, die den sogenannten Jetstream antreiben. Das ist ein Band von Höhenwinden, die von Westen nach Osten rings um die Nordhalbkugel wehen und die Großwetterlage sowie die Sturmneigungen bestimmen.

Die Forscher haben sich auf die Teile des Jetstreams konzentriert, die besonders schnell ziehen und ungefähr im Wochenrhythmus abwechselnd dominante Hoch- und Tiefdruckgebiete über Europa schieben. Die Energie dieser Luftströmungen haben zwischen 1979 und 2013 laut Satellitenmessungen über die gesamte Nordhemisphäre bereits um etwa zehn Prozent abgenommen. Das heißt, dass die Stürme schlechter vorankommen und Hitzewellen mehr Zeit haben, betroffene Regionen aufzuheizen. Womit ein Hitzehoch über einer Region wochenlang verharren kann, nur weil die Höhenwinde kein Sturmtief heranführen.


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