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oliven10Eine rätselhafte Seuche tötet Olivenbäume. Der Täter ist winzig klein, hat einen komplizierten Namen und breitet sich rasant aus. Über Insekten, die Pflanzensaft saugen, gelangt er ins Wassertransportsystem von Bäumen und verstopft deren Leitungen. Die Blätter welken und vertrocken, die Pflanze stirbt. Der Killer gefährdet Olivenbäume in ganz Italien. Breitet er sich ungehindert weiter aus, in ganz Europa droht ein Massensterben.

Seit Oktober 2013 kennt man den Übeltäter. Forscher des italienischen Nationalen Wissenschaftsrats identifizierten das Bakterium Xylella fastiosa als Ursache des dramatischen Krankheitsverlauf. Und die Lage verschlechtert sich kontinuierlich.

Die Xylella fastiosa ist ursprünglich in teilen Nord-, Mittel- und Südamerika beheimatet. Jetzt breite es sich am südlichen Stiefel Italiens aus. Vor allem die Provinz Lecce ist davon schwer betroffen. Rund zehn Millionen Olivenbäume wachen hier, wovon bereits eine Million infiziert sind. Genaue zahlen gibt es noch nicht.

Die Wissenschaftler gehen davon aus das der Erreger bereit vor zehn Jahren in Europa eingeschleppt worden ist. Woraus seine derzeitige Ausbreitung schließen lässt. Eine eilends eingeführte EU- Richtlinie soll nun den Import verhindern. Denn nicht nur Olivenbäume, auch Rebstöcke und Zitrusfrüchte sind gefährdet.

Für die italienische Region Lecce kommt diese Maßnahme zu spät, hier ist eine Ausrottung des Erregers nicht mehr möglich. Seine Verbreitung kann nur noch mit drastischen Maßnahmen eingedämmt werden. Wozu in einem zwanzig Kilometer weitem Areal um das befallene Gebiet in Lecce alle Olivenbäume gefällt werden. Befall durch Xylella fastiosa muss gemeldet werden.


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