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bio20Es ist gar nicht so einfach, sich gesund zu ernähren. Noch schwieriger wird es aber, wenn man den Tisch auch noch ökologisch korrekt decken will. Schon jetzt verwirren Hunderte von Siegel und Etiketten die Konsumente. Zwar ist Bio im Prinzip gut für die Natur, doch es stimmt nicht, das Bio der Umwelt immer gut tut.

So ist Rindfleisch vom Öko- Bauern klimaschädlicher als konventionell erzeugtes Fleisch, und Äpfel aus Übersee sind oft grüner als das heimische Obst aus dem Kühlhaus. Und wer mit einem Geländewagen oder gar mit einen Diesel von VW zum Bio- Laden fährt, der vollbringt erst recht keine ökologische Großtat, sondern ist ein grüner Heuchler.

Auf die Ernährung , also auf Produktion, Vertrieb und Konsum von Lebensmittel entfallen knapp ein Fünftel der Treibhausgase. Was darf man mit guten Gewissen essen, wenn man ökologisch ganz korrekt sein will. Sind Biotrauben aus Südafrika im Winter erlaubt oder nur noch im Sommer die Früchte aus dem Umland? Und wie ist es mit Erdbeeren, der rund um die Welt aus Südamerika kommt? Ist das Regionale immer ökologischer als das Globale? Wenn das Bio Gemüse, wie so vieles im Discounter, aus warmen, aber trockenen Ländern, wie Spanien kommt und viel Wasser verbraucht, ist es dann umweltfreundlicher als deutsches Treibhausgewächse, obwohl die viel mehr Energie benötigen?

Der Konsum wird auf alle Fälle erheblich komplizierter, wenn er ökologisch korrekt sein soll. Schon heute wird der Verbraucher von einer Flut an Bio- und Öko- Etiketten überfordert. So entscheidet letztlich unser Bauchgefühl, welche Produkte wir kaufen, was mitunter oft die richtige ist!


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