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Bio Sprit

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Zu den Opfern gehört indes nicht allein der Regenwald. Auch die beiden gewaltigen brasilianischen Ökosysteme, die Trockensavanne Cerrado und das Feuchtgebiet Pantanal, sind ins Fadenkreuz der Biospritprofiteure geraten. Über 10 000 Pflanzenarten, von denen 4 400 nur hier vorkommen, große Tierarten wie Jaguar, Mähnenwolf oder Ameisenbär beherbergen die bisher kaum erforschten zwei Millionen Quadratkilometer des Cerrado. Lateinamerika Serengeti ist zudem die Heimat Dutzender Indianervölker und zugewanderter Kleinbauern. Doch die Politik achtet all das wenig. „Die Menschen hier tragen nicht zur Wirtschaftskraft bei, ihr trockenes Land gilt als ebenso sozial unternutzt wie ökologisch wertlos“, erklärte Klemens Laschefski von der Bundesuniversität in Minas Gerais eine Ideologie, die schon die Vernichtung riesiger Regenwälder rechtfertigte.
Dabei ist nach heutigen Schätzungen in den vergangenen drei Jahrzehnten bereits die Hälfte des Cerrado riesigen Sojaplantagen und Rinderweiden zum Opfer gefallen, wurde abgeholzt, danach als Holzkohle in Stahlwerken verfeuert. Jetzt soll der Rest für den Biosprit verheizt werden. So spricht etwa der Präsident von Säo  Paulos Union der Zuckerrohrindustrie, Eduardo Pereira de Carvalho, von rund 100 Millionen Hektar, die sich binnen 15 Jahren in Monokulturen umwandeln ließen. Die genannten Flächen liegen in den Bundesstaaten Mato Grosso  do Sul, Mato Grosso,Tocantins und Goias – exakt dem Verbreitungsgebiet des Cerrado. Doch damit nicht genug.

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