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You Are Here: Home » Allgemein, Atomkraft » Japan macht den Atomausstieg rückgängig

fuko88Die japanische Regierung hat trotz der massiven Ablehnung in der Bevölkerung den Wiedereinstieg in die Kernkraft beschlossen. Das Kabinett in Tokio verabschiedete einen Energie- Plan, der drei Jahre nach der Fukushima- Katastrophe den Ausstieg der Vorgängerregierung rückgängig macht.

Darin wird die Atomkraft als, wichtige Energiequelle für die Grundversorgung, bezeichnet. Industrieminister Toshimitsu Motegi betonte, die Abhängigkeit des Landes von der Atomkraft werde durch eine Reihe von Massnahmen verringert.

Japan deckte vor dem Fukushima-Unglück im März 2011 – der grössten Atomkatastrophe seit Tschernobyl knapp ein Drittel seines Energiebedarfs über die Atomkraft. Als Reaktion auf das Desaster beschloss die damalige Regierung der Demokraten den Ausstieg. Wodurch 50 AKWS eingemottet worden sind.

Eine Befragung ergab, dass fast 80 Prozent der Bevölkerung den Ausstieg aus der Atomenergie wollen. Neben der Katastrophe selbst sind die anhaltenden Probleme des Fukushima-Betreibers Tokyo Electric Power (Tepco) bei der Bewältigung der Folgen Grund für die Skepsis.

Allerdings zahlt Japan einen hohen Preis für die Atom-Pause. Es hat fast 90 Milliarden Dollar für fossile Brennstoffe ausgegeben, um den Strombedarf konventionell zu decken. Die Handelsbilanz des Inselstaates kommt wegen der Importe nicht aus den roten Zahlen heraus. Das Volk dürfte entrüstet reagieren.

429 Atomreaktoren gibt es weltweit.

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