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wald10In Wäldern muss die Natur und die Artenvielfalt Vorrang haben!

In Europa gibt es extrem wenig Wälder, die ökologisch bewirtschaftet werden. Nach einer Einschätzung von Fachleuten werden nicht einmal ein Prozent der Wirtschaftswälder gemäß des Naturschutzstandards gepflegt. Ein Grund dafür ist, dass in den Köpfen von Förstern und Waldbesitzern, Laien und Politikern der Wald, immer noch also als Nutzwald gilt, weshalb auf Kunstdünger und in den allermeisten Fällen auch auf chemischen Pflanzenschutz nicht verzichtet wird.

Dabei ist biologischer Forstwirtschaft mehr! Der wichtigste Unterschied zur konventionellen Forstwirtschaft ist der Umgang mit besonders wertvollen Bäumen. Bäume die in Würde altern und eines natürlichen Baumtodes sterben. Tannen und Fichten können 600 Jahre alt werden, Buchen 300 Jahre. Eichen sehr viel älter.

In gewöhnlichen Wirtschaftswälder werden Bäume mit hundert bis 120 Jahren gefällt. Bäume die bis zu 170 Jahre und mehr alt sind, sind eine Seltenheit. Biotopbäume in einem Wald, stehen oder liegen, damit sie sich allmählich zersetzen und zu Humus werden.

Ein toter Baum, ist in Wirklichkeit äußerst lebendig. Er ist ein Paradies nicht nur für Pilze, Käfer, Ameisen, Fliegen, Wespen, Schmetterlinge, Tausendfüßler und allerlei andere Insekten. Sondern auch für mehr als hundert Vogelarten, für den Specht als Nistplatz, oder für den Gartenrotschwanz und den Halsbandschnäpper als leckeres Insektenbüffet. Wildkatzen, Baummarder, Eichhörnchen und andere Säugetiere nutzen die Stümpfe und Höhlen abgestorbener Bäume gerne als Rückzugsräume.

Experten haben errechnet, dass man mindestens 40 Kubikmeter Totholz pro Hektar Wald braucht, wenn das typische Artenspektrum in ihm eine Zukunft haben soll. In der privaten Waldwirtschaft sind es derzeit 22 Festmeter. Der Rohstoff Holz ist wertvoller, als ein biologischer Wald.


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