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You Are Here: Home » Allgemein, Der Klimawandel » Klimaziel mit der Kohle?

schaufelradbagger10Garzweiler II ist ein gigantischer, über 60 Kilometer lange Grube. Tag und Nacht graben sechs riesige Schaufelradbagger, mehr als 200 Meter lang und 100 Meter hoch, tonnenweise Braunkohle aus.

Trotz des Erfolges von Solar und Windenergie laufen die alten Braunkohlemeiler auf Hochtouren. Braunkohle ist derzeit ein unschlagbar günstiger Energieträger. Die Energiekonzerne holen den Rohstoff aus den Tagebau und verheizen ihn in ihren Kraftwerken. Gaskraftwerke laufen vergleichsweise Emissionsarm, doch muss das Gas teuer importiert werden. Der Hauptgrund für den Braunkohleboom jedoch ist der lächerliche niedrige CO2 Preis im Emissionshandel. Er dümpelt seit einigen Jahren bei rund fünf Euro. Würden alle Schäden eingerechnet, die die verfeuerte Braunkohle bei Menschen, Umwelt und Klima verursacht, müssten die Konzerne für eine Tonne CO2 mindestens das fünffache zahlen.

Dennoch verschmutzen deutsche Kohlekraftwerke ungehindert die Atmosphäre. Eine Klimaabgabe sollte 22 Millionen Tonnen CO2 einsparen, wodurch noch eine Chance bestünde, das deutsche Klimaziel bis 2020 einzuhalten. Und das Land, das als einstiger Vorreiter im Klimaschutz war, würde beim internationalen Klimagipfel am Ende des Jahres in Paris nicht mit leeren Händen dastehen.

Mit Händen und Füssen werte sich die Kohle Lobby gegen die Abgabe. An vorderster Stelle der RWE- Konzern. Kein Wunder seine Kraftwerke stehen auf der Liste der schlimmsten zehn Dreckschleudern in ganz Europa. Es sind genau diese Anlagen mit denen RWE noch Geld verdient. Und weitere drei Millionen Tonnen CO2 darf RWE in Atmosphäre blasen.


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