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You Are Here: Home » Allgemein, Der Klimawandel » Klimawandel trifft Arme

waldbrand10aDürren, Hurrikans und Überflutungen kommen wie es scheint mit jedem Jahr öfter vor. Dennoch gelten sie immer noch als ungewöhnliche Ereignisse. Wetterextreme könnten jedoch bald zur Normalität werden. Das zeigt ein alarmierender Bericht der nun veröffentlicht worden ist. Demnach sind arme Weltregionen von den Auswirkungen des Klimawandels am stärksten betroffen.

Seit Beginn der Industrierevolution im 19. Jahrhundert sind die Temperaturen im Schnitt um 0,8 Grad in die Höhe geklettert. Die Folgen sind schon heute spürbar. Doch selbst wenn es gelingt, die globale Erwärmung unter einer kritischen Grenze von zwei Grad Celsius zu halten, werden sie sich immer stärker bemerkbar machen. Eine ungebremste Erwärmung auf vier Grad noch in diesem Jahrhundert würde die Folgen dann drastisch zunehmen.

Das Risiko für die Menschen ist dort am größten, wo mehrere Klimafolgen zusammenwirken. In den Anden etwa können die Menschen saisonaler Wasserknappheit ausgesetzt sein, während gleichzeitig die Lebensmittelpreise ansteigen und Wetterextreme zusätzliche Belastungen mit sich bringen. Um die Risiken für die Entwicklung zu verstehen, ist entscheidend, die Kette der Klimafolgen zu betrachten. Etwa könnten Hitzewellen Ernterückgänge auslösen mit Folgen auf Ernährung und Gesundheit der Menschen in einer Region.

Die Ergebnisse geben Anlass zur Sorge. Etwa steige in der Karibik die Wahrscheinlichkeit jährlicher Korallen-Bleichen schon bei 1,5 bis zwei Grad, mit Folgen für Fischerei, Tourismus und Schutz der Küsten vor Stürmen. Bei vier Grad Erwärmung wäre der Großteil der Landfläche von potenziell verheerenden Hitze extremen betroffen. Dem Klimawandel zu begegnen ist eine Frage der Vernunft, aber auch eine Frage der Gerechtigkeit. Die Folgen der globalen Erwärmung werden in den nächsten Jahrzehnten vor allem jene treffen, die am wenigsten zum Anstieg der Treibhausgas-Emissionen beitragen: die Armen der Welt.

Vor allem Entwicklungsländer in den Tropen würden die stärksten Klimafolgen zu spüren bekommen. Doch gerade ihnen fehlen die Mittel, sich darauf einzustellen. In diesen Ländern sind wiederum vor allem die ärmsten Menschen zusätzlichen Belastungen schutzlos ausgeliefert. Der Klimawandel macht es somit schwieriger, Armut zu verringern, denn er betrifft Lebensgrundlagen.

Beim UNO-Klimagipfel in Paris Ende 2015 soll ein bindendes Abkommen für die Zeit nach 2020 erreicht werden, um die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten.


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